Mittwoch, 3. Dezember 2008

Nun wird es aber höchste Zeit ....

.... dass ich mal wieder was von mir hören lasse.

Es ist so einiges passiert. Seit letzter Woche Freitag wohne ich wieder in eienr RICHTIGEN Wohnung. Leider nicht mit meinen Wunschmitbewohnern Charlie und Jessi, sonder mit Evelyn. Sie ist auch sehr nett und hat mich ... ihr glaubt es kaum zum morgentlichen Joggen animiert. Jetzt aber hingesetzt! Ich stehe morgens um 05:40!!!!!!!! auf, gehe eine halbe Stunde laufen und dusche danach kalt (gut, dass ist eher erzwungen als freiwillig - wir haben kein warmes Wasser). Ich sage euch, ich habe einen tierischen Muskelkater. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich hier unter erschwerten Bedingungen laufe. 1. Kigali liegt auf ca. 1500 Metern und 2. auf 20 Hügeln. Das ist so ungefähr wie Joggen in einem Marburg das in den Alpen liegt. Ich bitte um Respekt!!!!!!!!!!

Ja zudem war ich mal wieder in meiner Armutsmission unterwegs. Ich habe wieder zwei Tag in Butare verbracht und habe meine Fragebögen eingesammelt. Diesmal waren wir allerdings und das war mir eher etwas unangenehm, mit dem GTZ Auto unterwegs. Stellt euch nun bitte folgendes Bild vor, klein Kathi mit einem Fahrer in einem fetten fetten weissen Jeep. Und damit sind wir so ziemlich durch die ärmsten Gegenden gefahren. Also mir war das Moto doch um einiges lieber. Das Auto wurde verfolgt von Muzungu, Muzungu rufenden Kindern. Mensch, was mach ich nur wenn es in Deutschland aus ist mit meinem ganzen Ruhm ;-)

Die letzen 4 Tage habe ich also damit zugebracht die Daten von 318 Familien in eine Datenbank einzugeben. Ich weiss noch nicht einmal ob man später mit den Daten arbeiten kann da sie absolut unvollständig sind. Aber ich denke das ist ABM für Praktikanten (wann habe ich endlich einen RICHTIGEN Job???). Naja aber es ist schon interessant wenn auch nicht verständlich. Viele Familien lassen die hälfte ihrer Kinder weg, dabei geht es um die Kosten der Krankenversicherung, wodurch meine Durchschnittsfamile ca. 2 Kinder hat. Ich glabue in der Realität sind es so ca. 6 - 8. Ruanda hat ein sehr großes Problem mit dem Bevölkerungszuwachs. Schon jetzt ist das Land flächenmäßig zu klein für seine Bevölkerung und diese wächst und wächst und wächst. Geürchte sagen auch, dass der Platzmangel ein Grund für die Konflikte in der Ostkongolesischen Region Kivu ist. Ruanda könnte das Land gut gebrauchen, denn der Kongo hat im Gegensatz zu Ruanda Platz.
Auch spannend ist bei meinen Daten, dass die Personen ihr eigenes Alter und das ihrer Kinder nur in Jahreszahlen kennen. Daten und somit auch Geburtstage sind damit hinfällig.


Kinder sind hier noch kreativ: Erkennt das jmd. Das sind selbst gebastelte Autos

Auch sehr beliebt alte Reifen mit Stöcken, diese werden immer den Berg runter rollen gelassen und die Kids halten die Reifen mit den Stöcken auf dem richtigen Weg - damit beschäftigen sich die Kids hier stundenlang.


Schick in Ruanda. Neben diesen alten WM Perücken sieht man hier auch Narrenkappen vom Karneval und die witzigsten Kopfbedeckungen. Man muss dazu sagen - hier ist es heiss und eigentlich brauch man auf dem Kopf nichts zum warmhalten!!!

Samstag, 22. November 2008

Mal wieder ein Update





Hallo ihr lieben zu Hause ...
brrrrr ich habe heute in den Nachrichten gehört, dass es in München -7 Grad hat, brrrrrr sorry Nini fürs frieren. Bei uns ist es in den letzten zwei Tagen dagegen unblaublich heiss :-)
Mhhh was gibt es neues?
Seit letztem Wochenende bin ich nun wieder in Kigali und zurück bei den Nonnen :-) es scheint sich jetzt aber Wohnungstechnisch was zu tun und denke ich werde wenigstens im Dezember eine nette Bleibe haben. Mein gut gewonnener Freund und geplanter Ex-Mitbewohner hat sehr plötzlich leider das Land verlassen gen Manila da er hier nicht bezahlt wurde. Er hat für eine nationale Firma gearbeitet. Schade schade ...
Ansonsten bin ich immer noch fleissig am arbeiten. Die letzte Woche war ich fast komplett bei einer Tagung zum Thema "Social Security in Africa". Ich habe dort Leute von überallher getroffen. Sogar der Prinz von Swaziland gab uns die Ehre. Die Tagung fand in DEM besten Hotel hier in der Stadt statt. Es gab viel zu Essen und viel zu Trinken und ein paar traditionelle Tanzeinlagen :-)


Sonntag, 16. November 2008

Ein paar Eindrücke meiner letzten Woche ..


So sehen die Taxis auf den Dörfern aus, Fitnessstudio ist hier überflüssig


Telefonzelle

Autowaschanlage in Ruanda: Pfütze, Auto --> los gehts

Mein Weg zur Arbeit



Donnerstag, 13. November 2008





Butare

Seit fast einer Woche bin ich nun hier in Butare, der zweitgrößten Stadt Ruandas und es ist einfach sehr schön, ruhig, ländlich und sehr grün. Man muss glaube ich dazu sagen, dass Butare quasi aus einer Hauptstraße und mehreren Nebenstrassen besteht. Nichts was wir eine Stadt nennen würden, aber sehr schön. Mein Alltag hier besteht aus einer ca. einstündigen Mototaxifahrt in eines der Distriktbüros um dort die Dorfchefs zu treffen. Diese bitte ich dann, mich bei meiner Datenerhebung zu unterstützen. Manche von ihnen laufen bis zu drei Stunden um dieses Büro zu erreichen. Es ist echt wahnsinn was die Menschen hier leisten.
Das schöne Grün ist eine Seite, die andere ist leider auch die Armut die man hier auf dem Lande herrscht. An den Dorfstrassen stehen Hütten die Mal ganz nett anzuschaun und mal fast auseinanderfallen. Davor sitzen of kleine Kinder mit nicht mehr als Lumpen an ihren kleinen Körperchen, oft sieht man hier das die Kleiderspende (und ich hoffe das DRK verkauft diese nicht) funktioniert. So sieht man z.b. Menschen die mit Fantrickots vom TV Butzbach oder so rumlaufen. Viele deutsche Fussballshirts aus den WM-Tagen und alles weitere was z.B. wir in den letzen Jahren und Monaten weggeschmissen haben.
So sitze ich dann immer auf meine Moto und höre sobald ich an Menschen vorbei fahre nur das Wort "Muzungu", "Muzungu", einige Kinder allerdings schauen mich nur mit erstaunten Augen an. Wahrscheinlich bin ich die erste Muzungu die sie bisher gesehen haben...

Freitag, 7. November 2008

Butare here I come....

So, meine Armutsmission wird nun doch gestartet. Nach langem hin und her wurde sie nun auch noch erweitert. Ich habe mir vorgenommen ca. 170 Haushalte zu ihrer ökonomischen Haushaltssituation zu befragen. Es wird sicherlich spannend, da ich endlich etwas aus Kigali raus komme und was von Land sehe. Zudem habe ich auch noch das Glück in Butare in einem Haus unter zu kommen. Freunde die dort in einer NGO arbeiten, haben ein Haus indem sie mir Unterschlupf gewähren....
Ich werde auch zwischendrin mal mit news und hoffentlich vielen Fotos begkücken.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,